3 Jahre Ärger von Mecklenburger Bürokraten
3 Jahre Ärger von Mecklenburger Bürokraten
 Das Weblog zum Fortgang der Schikanen von Doberaner Ämtern.

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die Zeichen stehen fuer eine bessere Zukunft.

>Guten Abend,
>ich will mir morgen eine Wohnung bei Ihnen in Westenbrügge,
>Schloß oder Marstall, nachdem ich Ihren Blog über
>Behördenwillkür gelesen habe kommen mir Zweifel, ob ich
>mit ruhigem Gewissen dort wohnen kann. Ich will meinen
>Ruhestand geniessen und mich nicht tag täglich ärgern
>müssen. Können Sie mir mit ruhigem Gewissen zu einem
>Einzug raten?
>Mit freundlichem Gruß

Einem Mieter können die ja nicht viel anhaben. Der hat kein Privateigentum, das man angreifen kann, besonders wenn er wie viele Westmieter, seine Meldeadresse im Westen belässt.

Die Art Briefe mit übler Nachrede, die die pensionierte Amtsleiterin bsiweilen meinen Mietern schickte, muss Sie nicht kümmern und gibt es vielleicht nun auch nicht mehr. Zum Kaufen kann ich niemandem raten, aber mieten ist im allgemeinen kein Problem.

Im übrigen bessert sich die Lage etwas. Der Landrat ist einem Herzinfarkt erlegen, die Amtsleiterin wurde aufs Altenteil geschickt, desgleichen soll mt dem Bürgermeister in diesem Herbst passieren.

Wegen der hohen Abwanderung und dem damit verbundenen Bevölkerungsschwund hat man ausserdem den Kreis zusammengelegt, sodass die Bürokraten jetzt nicht mehr in Doberan sitzen, sondern weit weg in Güstrow, wobei auch hoffentlich bald weniger lästige Bürokraten auf einen geplagten Steuerknecht entfallen.

Und auch die Amtsverwaltung soll fusioniert werden, wobei der Verwaltungschef dann wohl der Bürgermeister von Neubukow werden wird, der ein Kaufmann und vormaliger jahrelanger Leiter des örtlichen, von Schleswig Holstein gemanagten Baumarktes war.

Also die Zeichen stehen für eine bessere Zukunft.
17.8.13 09:55


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Zukunft lässt hoffen

Wir sind mit dem Pavillon immer noch nicht weiter. Eingeworbenes Stiftungsgeld habe ich zurückgeben. Mit der Zufahrtsstrasse gehts auch nicht weiter. Ich musste gerade einen Schadenersatzanspruch gegen das Amt geltend machen,weil die sich nicht um die Verkehrssicherung für unsere Zufahrt kümmern, die sie trotz vieler BürgerUnterschriften auch nicht verkaufen wollen. Das Schloss ist zum allergrössten Teil, der Marstall zu zwei Dritteln wieder hergestellt.

Wir haben im Osten einen Grossteil der Behörden noch von Kommunisten besetzt und oft sogar geleitet. Die Einstellung gegen Privateigentum und private unternehmerische Initiative ist so grausam, wie es die wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zu Westländern und die Abwanderungszahlen immer noch reflektieren.

Im Frühling wurde unsere kommunistische Amtsleiterin allerdings pensioniert und im Herbst wird der ebenfalls aus einer kommunistischen Behörde stammende Bürgermeister aufs Altenteil abgeschoben.

Wegen der Abwanderung wird auch die Verwaltung überall eingeschrumpft, Ämter und Kreise zusammengelegt und so wird wohl unser Amt mit der Stadt Neubukow fusioniert, die von dem ehemaligen Leiter des örtlichen Baumarktes als Bürgermeister, also von einem privatwirtschaftlichen Kaufmann geführt wird. Das alles lässt hoffen.
18.7.13 13:27


Kompetenzgefälle und mangelnde demokratische Kontrolle

Kompetenzgefälle zwischen Ost und Westbeamten und mangelnde demokratische Kontrolle

Nach 12 Jahren in den USA, 12 Jahren in Ostdeutschland und Aufwachsen in Westdeutschland, bin ich zu der Überzeugung gelangt: Sie finden beim Staat nur ENTWEDER Leute mit Fachkompetenz, Interesse und Engagement für ihre Sache ODER inkompetente Bürokraten mit 'Attitude', also überheblicher Einstellung gegenüber den Steuerzahlern, denen sie dienen sollen.

Bei den letzteren finden Sie nicht einmal Common Sense, wie wir das in Amerika nennen, also gesunden Menschenverstand, und das ist schlicht entsetzlich, wie ich in Mecklenburg erfahren durfte. Ich setze weit mehr auf gesunden Menschenverstand vor Ort als auf die Weisheiten von Elitebürokraten in einer fernen Hauptstadt, die zudem kein eigenes Geld riskieren, sondern IHR Geld aus UNSEREN Steuern.

Die fürchterlichen Erfahrungen in MV gehen übrigens NICHT, wie häufig im Westen, von den Denkmalschützern aus, sondern von den Verwaltungsbürokraten, die zudem nicht ausreichend demokratisch kontrolliert sind.

Die Denkmalschützer im Osten haben eine Baskenmütze auf, der eine hat einen Archäologie Studienabschluss, der nächste einen in Kunstgeschichte und die sagen Ihnen: Wissen Sie, wir sind ja froh, wenn wir hier mal einen finden, der uns unsere Denkmale schützen kann. Sie sind oft auch privat in ihrem Feld engagiert. Im Westen dagegen sind sie dem Vernehmen nach überwiegend Beamten, also wissen in der Sache oft nicht, was sie tun, sondern folgen blindlings dummen Vorschriften vom grünen Tisch.

Genauso verhält es sich offenbar mit den weitaus meisten Verwaltungsbeamten in Mecklenburg. Aber Verwaltungsbeamten, die nichts taugen, richten auf breiter Front Schaden in der Wirtschaft an, Denkmalschützer, die nichts taugen, nur bei den wenigen, die mit Baudenkmalen zu tun haben.

Die meisten Verwalter im Osten, obwohl das Land genau daran, an der Übermacht des Staates, pleite gegangen ist, haben nicht die geringste Ahnung, warum sie pleite gegangen sind. Der einzige Volkswirt, den sie oft kennen, ist Marx. Marx ist die Theorie, Murks ist die Praxis. Wegen ihrer Inkompetenz ziehen sie sich auf Vorschriften vom Zentralkomitee zurück, wie früher.

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Zur Inkompetenz kommt fehlende demokratische Kontrolle. Die Mazewitsch Verwalter setzen nicht etwa den Willen der Volksvertreter um, wie es sich gehört, sondern sie sind oft in den Gemeindeversammlungen zugegen, die sie nichts angehen, und schreiben den gewählten Gemeindevertretern vor, wie sie abzustimmen haben, da angeblich die Vorschriften anderer nicht gewählter Elitebürokraten in einer fernen Hauptstadt dies so bestimmen.

Das Problem wird verstärkt durch schwache Volksvertreter. Oft, wie bei uns, gibt es zwar ein wenig bauernschlaue, aber sonst etwas ältlich bis fast trottelige und im öffentlichen Interesse uninteressierte Altbürokraten als Bürgermeister, die sich ein ruhiges Altenteil sichern und dabei ihre eigenen privaten Pfründe bedienen.

Unser hat ein ganzes Dorf von der Außenwelt abgeschnitten und die Immobilienwerte der gesamten Wählerschaft dort ernsthaft dezimiert, indem er das Dorf von der Hauptausfallstraße trennte und ohne jeden Bahnübergang eine Regionalbimmelbahn dazwischen legte. Wenn man dorthin oder weg will, gibt's nach jeder Richtung fünf km Umweg bei steigenden Spritpreisen. Ah ja - einen Bahnhof hat das Dorf übrigens auch nicht. Sie müssen aufspringen und das geht bei den modernen Zügen nicht mehr.

Solche Vertreter sind durch Amtsleiter wie Mazewitsch leicht zu steuern. Ein guter Anfang wäre, sie aus den Gemeindeversammlungen vor die Tür zu setzen und sie anschließend in Befehlsform wissen zu lassen, was sie umzusetzen haben. Die Beurteilung, ob die Anweisungen rechtmäßig, zweckmäßig und angemessen sind, obliegt dabei dem Offizier des demokratischen Souveräns, nämlich dem gewählten Vertreter, nicht etwa dem Befehlsempfaenger.

Im Westen, im Hamburger Umfeld haben sie von solcher Politik eine Menge Nutzen. Ich habe dort sehr fitte Mieter aus dem Osten. Man treibt die guten Leute raus - dorthin. Die Einwohnerzahlen und Gewerbesteuereinnahmen wachsen dort beständig und sinken in MV. Was bleibt, sind im überproportionalen Anteil ältere Leute, alkoholsüchtige Männer, sehr junge Frauen, die vier Kinder von fünf Männern kriegen und den kompletten Unterhalt öffentlich beziehen. Denn insbesondere Leistungsträger wandern ab.

Auch ich habe meine letzten zwei Projekte wieder im Westen investiert, genau wie mindestens einer meiner Investorennachbarn und warte auf die Pensionierung von Mazewitsch und anderen alt Überkommenen aus ihren Seilschaften, auch in der Kreisverwaltung.

Hoffen wir im Westen auf Denkmalschützer, denen die Denkmale mehr am Herzen liegen als die Vorschriften. Und im Osten auf Verwalter, denen die Wirtschaft mehr am Herzen liegt als die Regulierung.

Vielleicht haben wir Glück und finden mal einen studierten Volkswirt als Bürgermeister dort oder jemanden, der in der DDR aus politischen Gründen im Gefängnis saß. Kurz: Jemand der wenigstens Kompetenz ODER die richtige Einstellung mitbringt.

Vielleicht ergibt sich ja mit dem anstehenden Wechsel des Bürgermeisters die Gelegenheit, die Verwaltung der Gemeinde Biendorf in die Hände des Amtes Doberan-Land zu legen und damit nicht nur die Probleme dieser Gemeinde zu lösen, sondern auch eine Art Kreisreform auf Ämterebene auszulösen, weil das Amt Mazewitsch damit vielleicht zu schwach und klein wird. Umstrukturierung ist auch ein Weg, verschanzte Demokratie feindliche Beamte loszuwerden.
8.2.13 10:33


Früher wars besser …

Ein anderer Gedanke, den ich oft höre, ist der, das einiges früher besser war, etwa Sicherheit von Versorgung mit oder ohne Leistung und das man das nur auf Kosten der 'reichen Besitzenden' bekommen habe. Denn Versorgung ohne Leistung muss natürlich irgendwo herkommen.

Den Urgedanken kann ich gut nachfühlen Kurz nach der Wende in Russland sagte mir in San Francisco ein sehr guter Freund aus Leningrad: 'Ich komme nicht nach Amerika für Freiheit, ich komme für die Möglichkeiten, die Chancen (Opportunity). In Russland habe ich die Freiheit zu arbeiten oder nicht zu arbeiten. Hier kann ich nicht überleben, wenn ich nicht arbeite.'

Was er meinte waren eben die Wahlmöglichkeiten, eigene besondere Fähigkeiten zum Geld verdienen einzusetzen und sich ein Flugzeug oder ein Boot zu kaufen, wenn man das möchte Überhaupt in ein anderes Land gehen zu können, wo es einem besser gefällt, wo man mehr aus seinem Leben machen kann. Das ist, was die Leute wollten, die Steine auf Panzer geworfen haben. Besitzende, die Steine schmeißen, hats glaube ich noch nie in der Geschichte gegeben.

Einen Leistungsträger, den man ausnimmt, der leistet dann nicht mehr und die Quelle versiegt. Damit verarmen alle und keiner leistet mehr. Dazu muss der riesenhafte Planungswasserkopf der zentralen Bürokraten mit bezahlt werden, die auch nichts produzieren, sondern nur behindern und kosten. Die Folge ist allgemeine Armut.

Nach dem Krieg hatte kaum jemand Besitz. Die mecklenburgischen Güter waren ungefähr soviel wert, wie nach dem dreißigjährigen Krieg, alles kaputt. Wer von den NICHT enteigneten Schleswig-Holsteinischen 'von' Gutsherren ist denn jetzt noch wirklich reich? Die sitzen meist noch auf 400 ha, der Rest ist nach und nach verkauft, und unter 1000 ha ist man als Landwirt heute sein eigener Knecht und sitzt selbst auf seinem Trecker. Eine landwirtschaftliche Bilanz sieht heute schlimmer aus, als die einer Fluggesellschaft: 5 Mio. Anlagevermögen, das 4 Wochen genutzt wird, auf eine Million Umsatz. Da haben Sie fixe Kapitalausgaben noch und nöcher und das Wetter als Risiko.

Die wirklich reichen Landbesitzer im Westen sind die Baron Fincks mit Wald, die zur Gründerzeit im Banking oder in der industriellen Revolution ihre Vermögen geschaffen haben. Und da gebe ich den Beschwerdeführern recht, das sollte sich nach 100 Jahren längst wieder verteilt haben, so wie das in Amerika ist, wo der immense Reichtum der Kennedys aus den späten 20ern, schon in der Hälfte der Zeit, in 50 Jahren, nur noch aus einem Hochhaus in Chicago bestand, in das sich 66 Erben teilten. Ich garantiere, die Enkel von Bill Gates sind später schon nur noch wohlhabend. Das Steuer- und Regulationssystem sollte daher kapitalistischer oder leistungsorientierter sein, nicht sozialistischer oder abstammungsorientierter.

Und so haben die Beschwerdeführer denn auch recht mit der mangelnden Freiheit unter Hartz IV. In den USA hat man in erster Linie einkommensabhängige Steuern. Wenn Sie kein Einkommen haben, sinken Ihre Lebenshaltungskosten also drastisch. So können sie eine Weile aus dem Ersparten oder aus der Kreditkarte leben, um etwas aufzubauen oder sich anders zu orientieren. I'm in between jobs, sagt man drüben. Sie haben mehr Möglichkeiten, eigenes Geld für gute Ideen einzusetzen, um etwas aus sich und ihren Ideen zu machen.

Deutschland besteuert dagegen völlig Einkommens- und Mittellose brutal: Benzin um Arbeit zu suchen? 300% Steuern. Kochen des täglichen Essens mit Strom? 75% Steuern. Tendenz stark steigend. Sonst irgendwelcher Bedarf zum Überleben? 19% Steuern. Jeder zahlt das. Sie haben Kinder und verbrauchen mehr? Klar werden Sie ein vielfaches höher auf diese Weise besteuert. Wundert sich jemand, dass die Leute keine Kinder kriegen? Ich nicht. Die Leute tun, wofür sie belohnt werden. Ohne dass Du nur einen einzigen Pfennig verdient hast, zahlst Du das alles nur weil Du essen und Dich bewegen musst. 20% auf alles ohne irgendeinen Gegenwert.

Wenn man also nichts verdient, muss man erstmal vom Staat diese unsozialen Steuern als 'Sozialleistungen' zurück bekommen, sonst landet man sofort in der Gosse. Man ist also abhängig vom Staat und muss machen, was einem die Bürokraten auftragen und gut finden. Gelegenheit selbst etwas einzusetzen und aufzubauen bekommt man so nicht.

Meist sitzen die wohl gefütterten Bürokraten in einer fernen Hauptstadt unter sehr umsorgten unrealistischen Umständen und haben deshalb einen sehr beschränkten Ideenhorizont, für den sie noch dazu kein eigenes Geld riskieren, es also egal ist, was etwas kostet und was dabei herauskommt. Es wird verschwendet. Was die gut finden, ist deshalb meist nicht gut, aber die Deutschen glauben sogar heute nach Führer und Generalsekretär noch an die Weisheit der Elitebürokraten eher als an ihren eigenen gesunden Menschenverstand in ihren eigenen Angelegenheiten.

Das Gegenteil der Mittellosen, diejenigen, die von altersher auf der Kohle sitzen und sie in Häusern oder Aktien haben, die gehen nach 10 bzw. zwei Jahren völlig steuerfrei aus. Deswegen mach ich das ja auch. Aber deswegen verteilt sich das dann auch nicht neu, wenn nach einem Genie in einer Familie nur noch Luschen auftauchen. Und wegen der Umverteilhemmnisse kann so manch ein Genie zudem kaum was aufbauen. Das ist der Ärger mit der zu Unrecht so gefürchteten Leistungsgesellschaft: Wenn man sie behindert, kommt man zur Abstammungsgesellschaft des alten Geldes, der 'vons' und Fürsten

Umso geringer die Besteuerung von Vermögenseinkünften ist, umso dementsprechend höher im Verhältnis muss dann die Besteuerung von Arbeit und Risiko sein. Und dann wundern die sich, dass hier keiner Lust zum Arbeiten oder unternehmerischen riskieren hat. Statt Anfangsgewinne in das eigene Unternehmen zu stecken, werden sie weggesteuert und wenn was schief läuft, ist man gleich platt, weil man keine Reserven hat. Da nehm ich als einfacher Mensch lieber das Hartz IV und mach, was die mir sagen, muss ich ja auch.

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Ich bin auch nicht richtig überzeugt von den 'garantierten' Arbeitsplätzen, die es früher gab, wie man mir sagt.

Hier muss sich manch ein Arbeitnehmer so schlecht behandeln lassen, so schlimm mobben lassen, das wär drüben nie möglich gewesen. Hier muss sich jeder Chef dreimal überlegen, ob er einen einstellen will, weil er ihn nicht wieder loswerden kann.

Ich bekam meinen ersten Job drüben, indem mein Chef sagte, ich kann mit so einem Studierten nichts anfangen, das ist nicht mein Geschäft, aber ich hab hier so ein Konzern Projekt, da versuchen wir das mal. Auf meine erste Präsentation bei Daimler Benz hin verhandelte er ein Anschlussprojekt für 200000 Dollar und erhöhte mir das Gehalt um 25%. Sonst wär ich draußen gewesen und hätte mir was anderes überlegt Jemand anders hätte mich auf der gleichen Basis genommen und nehmen können

Ich hätte später auch meine Leute nie so behandeln können drüben, wie das hier oft gang und gäbe ist; die wären morgen weg gewesen und beim nächsten Arbeitgeber, der sie besser behandelt.

Und seien wir mal ehrlich: Wer will denn noch mit 40-50 Jahren abhängig für einen Chef arbeiten, wo man das meiste besser kann als der Chef und sich das Geld, was der an einem verdienen muss, selbst in die Tasche stecken könnte. Von 9-5 Uhr zwangsläufig irgendwo sein müssen, Schlips tragen, etc., wer will das dann noch?

Abhängig arbeiten bringt nur etwas, solange man nicht weiß, was man tut, ein Risiko für sich selbst ist, etwas lernen muss und einen Chef braucht, der einem sagt, wie das geht. Wenn ich das selbst kann, dann mach ich das auch selbst.

Natürlich gibts Ausnahmen, wie Bürokraten, Soldaten und Pastoren, aber die können sich kaum irgendwo über mangelnde Arbeitsplatzsicherheit beklagen.
8.2.13 10:19


Einwände

Ab und zu bekomme ich Beschwerden gegen meine Hinweise auf den bis heute in Ostbehörden verbliebenen Kommunismus und seine für die Wirtschaft negativen Auswirkungen.

Immer wieder freue ich mich, wenn mir jemand Gelegenheit gibt, zu antworten und nicht nur anonym schimpft. Jetzt fasse ich mal ein paar öfter vorkommende Einwände hier zusammen und nehme mir die Freiheit, mich dagegen zu verteidigen.

Häufig geht es um Begriffsbestimmungen für Kommunismus oder Sozialismus. Leute sagen, es war kein Kommunismus, es war etwas anderes, was nicht hingehauen hat.

Kommunismus ist eine Frage der Definition. Die meisten verstehen darunter ein totalitäres System, das kaum Privateigentum und privat-unternehmerische Initiative zulässt, bestehendes Privateigentum für seine staatstragende herrschende Klasse stiehlt/enteignet (wie Sie wollen), in der der Staat übermächtig gegenüber dem privaten Individuum ist, das deshalb zur Demotivation und Verarmung seiner Bürger führt und daher nur durch Beschneidung von Bewegungsfreiheit und/oder Waffengewalt aufrecht zu erhalten ist, so wie in Russland (Kontinent mit kommunistischem China), Cuba (Insel), oder der DDR (Mauern) eingeführt und praktiziert.

Besonders gefährlich daran fand ich die Weltrevolutionsambitionen und die verdeckte Missionierungsarbeit mit Frontorganisationen und Untergrundarbeit. Das ist auch das, was mich an den von früher übernommenen Beamten stört: Ein Rechtsradikaler outet sich schnell. Man kann ihn erkennen und er hat keine Beamtenprivilegien. Die Linksradikalen sitzen oft noch in den Behörden und haben immer noch Beamtenprivilegien gegen Privateigentum. Sie brauchen etwa in Deutschland für eine Vollstreckung gegen Privateigentum kein richterliches Urteil, wenn Sie Beamter sind. Deswegen möchte ich diese Maulwürfe gern ans Licht ziehen.

Was die Amtsleiterin Mazewitsch betrifft, hatte ich sogar schon zustimmende Mails aus ihrer Verwandtschaft, aus der Nachbarschaft, die sie kennt, sowieso. Dort heißt es: 'Mit der kommt niemand (betont) zurecht.' Aber ich darf die nicht öffentlich posten, weil die Leute natürlich auch Repressalien ausgesetzt werden. Dies hat Mazewitsch sogar offen angedroht, als ich das einmal vor Gericht erwähnte 'Na, die will ich mal sehen ... und so weiter.'

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Manchmal wendet jemand ein, dass die übernommenen kommunistischen Beamten eingewiesen wurden.

Natürlich wurden die Beamten 'eingewiesen', aber wer kümmert sich darum nachher noch? Privilegierte Menschen, die mit anderen machen können, was sie wollen, tun das über kurz oder lang auch. Siehe Kuba, siehe Nazi Deutschland, überall Deswegen sind die 'Checks and Balances', wie die Amerikaner das nennen, so wichtig in einer echten Demokratie Es darf keine absolute Macht geben. Wo ein Verwaltungsgerichtsurteil 6 Jahre dauert, da gibt es die aber.

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Andere verdächtigen mich, 'Alteigentum' zurück erhalten zu haben und werfen mir vor, mich um 'mein Vermögen' zu den schlechten Zeiten nicht gekümmert zu haben.

Wie ich mich gekümmert habe? Ich bin nach Amerika ausgewandert und habe mein Vermögen dort neu von Null auf mit Arbeit aufgebaut. Ich komme aus einer kinderreichen Familie, bei uns gab es nichts zu erben. Ich wollte auch nicht (und das kann man mir vorwerfen) in einem Land bleiben, dass sich zwei Weltmächte als Schlachtfeld auserkoren und aufbereitet haben, wie im 30-jaehrigen Krieg.

Ich kam zurück und dachte, das muss im Osten doch laufen wie nach dem 2. Weltkrieg: Alles kaputt, Riesenmöglichkeiten mit Arbeit etwas aufzubauen, das gibt ein neues Wirtschaftswunder. Ja - aber man hatte die Entnazifizierung der Behörden vergessen, oder das was nach dem Krieg die Entnazifizierung war. Schon 1996 waren die Beamten vom Schock genesen, machten weiter wie vorher und die Leistungsträger begannen auszuwandern nach Hamburg und sonst wohin im Westen.

Ich hatte mir die Häuser gekauft !!! und nach Gutachten bezahlt, ich konnte nicht mehr auswandern, die Preise fielen natürlich unter den Bedingungen und man wurde behindert, wo es geht. So ließ sich das auch nicht wieder verkaufen. Viele von den beamtennahen Leuten waren komisch. Erst standen sie da mitten in den kompletten Schrott Gebäuden ohne Fenster, ohne Heizung, ohne Wasser, ohne Strom, ohne irgendwas, guckten schräg an mir vorbei gegen die Decke und sagten: Na da haben sie sich aber viiiiiel vorgenommen. Und dachten so laut, dass ich es hören konnte: 'Der arme Irre.' Einige sagten: Ja, da sind schon viele gekommen und gegangen.

Ich habe, wie gesagt, nach deren !!! Gutachten an die Gemeinde bezahlt, aber dann, eine Million und viel Schweiß, Ärger und Arbeit später stehen da dieselben Leute, sehen das komplett strahlend weiß sanierte Schloss an und sagen zu mir: 'Das haben wir Ihnen ja viiiiel zu billig abgelassen.'

Ich hab mit Alteigentum nichts zu tun. Ich hab alles mit Arbeit selbst geschaffen. Was das betrifft, bin ich komplett Amerikaner. Die Familie meiner Mutter waren kleine Leute aus Grevesmühlen. Sie kamen mit drei Kindern bei Nacht und Nebel über die Grenze als das gerade noch ging. Die Familie meines Vaters wurde aus Schlesien vertrieben. Alles was sie mit hatten, kam in einer durchbrennen Holztruhe, die ich in Mecklenburg stehen habe. Auch die haben alles selbst wieder neu aufgebaut mit Arbeit.

Aber sie konnten das, weil sie geschütztes Privateigentum behalten durften und die Früchte ihrer Arbeit genießen und investieren konnten.

Reagan, studierter Volkswirt und U.S. Präsident, dem wir das friedliche Insolvenzverfahren des kommunistischen Imperialismus und die Wiedervereinigung zu verdanken haben, sagte mal: Alle Systeme sind kapitalistisch, der Unterschied ist nur, ob der private Bürger Kapital haben darf oder nicht.

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Oft gibt es gegen den Entnazifizierungsvorschlag von Kommunisten den Vorwurf, im Westen seien viele alte Nazis nach dem Krieg übernommen worden.

An einer 'Entnazifizierung' (auch von Kommunisten) finde ich es gar nicht so wichtig, ob nun wirklich alle aussortiert, gefunden oder rausgeschmissen werden. Wichtiger ist doch der Effekt, dass die, die dennoch in eine privilegierte Stellung kommen, z.B. als Beamter, dass die den Ball nach so einer breiten Maßnahme so flach halten müssen, dass sie nicht auffallen.

Das war in Mecklenburg nach 1996 nicht mehr der Fall. Kommunisten saßen sogar lange noch mit 25% im Parlament, gewählt von den fest sitzenden Privilegierten aus dem alten System. Die Beamten selbst machten gar keinen Hehl aus ihrer arbeitnehmerfeindlichen Haltung und, wie ich es selbst reichlich erlebt habe und erlebe, vollstrecken ohne Urteil nach Lust und Laune gegen Privateigentum.

Auf entsprechende Klagen sagen die Mazewitsche des Systems höhnisch: 'Wieso denn, dass sind doch Eure Gesetze, nach denen wir handeln.' Ja - nur diese Regeln und Privilegien werden von demokratischen Beamten nicht missbraucht und ganz anders oder gar nicht angewendet. Die vielen Witze im Westen über faule Beamten rühren auch daher, dass natürlich staatlicher Einfluss, Regulierungswut und dergleichen, für eine freie Wirtschaft schädlich ist und das wissen die demokratischen Beamten. Sie tun also oft nichts mit ihren Regeln. Sie werden nur angewendet, wenn es einen Konfliktfall gibt oder als Anhaltspunkt, wenn es bei Volksvertretern Inkompetenz gibt (das ist schon schlimm genug).

Die kommunistischen Beamten sehen sich nicht als Dienstleister am Steuerzahler, sondern als eine privilegierte Extraklasse, die sogar immer noch über den gewählten Vertretern steht. Sie trennen zwischen der Staatskasse, 'ihrer' Kasse, und der Kasse der Untertanen, d.h. der produktiven Staatsbürger, aus der es Einnahmen für die 'eigene' Staatskasse zu maximieren gilt. Sie verstehen nicht, dass ihr eigenes Gehalt nur Kosten sind, die erst einmal in produktiver Wirtschaftstätigkeit verdient werden müssen Im Falle von Mecklenburg ist denen das auch egal, weil es aus Länderfinanzausgleichen in Bayern, BaWue und Hessen kommt. Über deren verständliche Beschwerden äußert sich sogar der Ministerpräsident höhnisch

Die Einstellung von Westbeamten ist oft eine völlig andere als die der Ostbeamten. Dazu kommt ein riesenhaftes Kompetenzgefälle. Dazu später.

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Jemand sagte, meine Verteufelung des Kommunismus kam aus 'der Angst eines Besitzenden, seine Habe zu verlieren.'

Meine Verteufelung des Kommunismus kam nie aus der Angst eines Besitzenden seine Habe zu verlieren, denn ich war ja kein Besitzender und hatte keine Habe. Er kam vielmehr von der perfiden Untergrundarbeit und der schlichten Waffengewalt, mit der die Russen ein Land nach dem anderen in ihr Imperium eingliederten und sich dazu inländischer Verräter bedienten. Länder, in denen man dann eingesperrt war und die Früchte seiner Arbeit nicht behalten konnte, wenn man sie nicht, wie der Staat selbst, diesem stahl. 70% der Rohwaren und 50% der Fertigprodukte wurden nach internen Statistiken in Russland gestohlen. Die Bürger nahmen sich sozusagen ein Beispiel an ihrem Staat.

Wir haben gesehen, wie viele Leute so ein System nicht wollten, wir haben gesehen, dass dann im Prager Frühling oder in Ostberlin Panzer anrollten. Wir besser Gebildeten sahen, wie die Kommunisten etwa die Friedensbewegung und Slogans wie 'lieber rot als tot' im Westen finanzierten und propagandierten, um bei den einfacheren Leuten dort dafür zu sorgen, dass man auch bei uns nur noch Panzer anrollen lassen musste.

Hat jemand von den Streiks in Hollywood gehört von kommunistischen Frontorganisationen angezettelt, die natürlich nicht offen sagten, dass sie von russischem Ölgeld finanziert waren und feine Schauspielernamen zu gewinnen suchten, um amerikanisches Unternehmertum zu untergraben, zu schwächen oder gar einen Satelliten aus medienwirksamen Branchen, einzelnen Industrien oder gar aus dem ganzen Land zu machen, oder haben Sie von den Brandsätzen und Aufruhren in Berkeley gehört?

Wer nicht offen sagt, wofür er kämpft und warum er das mit Überzeugung zum Guten seiner Mitmenschen tut, der ist mir im höchsten Grade eklig. Und das ist bei Amtsleiterin Mazewitsch eben auch der Fall: Sie sagt nicht offen, wofür sie steht. Wir im Westen haben gelernt, die Leute an ihren Taten zu messen und nichts auf ihre gesalbten Worte zu geben. Wenn man darin konsequent ist, kann man sie schnell erkennen.

Die deutschen und amerikanischen Kommunisten sind eigentlich nach meinem Verständnis Verräter, die für eine fremde Macht, nämlich Russland arbeiteten. In dem zu besetzenden Land will man sie nicht und ist das Land dann besetzt, so geht man durch Stasi Untergrundarbeit gegen Freiheitskämpfer vor, wie es sie etwa auch zur Zeit von Napoleons Fremdherrschaft überall in Deutschland gab. Die jetzt noch so ein System anstreben, sind die total Verknöcherten, wie man sie später zum Teil aus dem Spandauer Gefängnis kannte. Und da gehören die heutigen eben auch hin zum Schutz der Allgemeinheit. Jedenfalls nicht auf privilegierte Jobs mit Staatsgewalt.
8.2.13 10:12


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