3 Jahre Ärger von Mecklenburger Bürokraten
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 Das Weblog zum Fortgang der Schikanen von Doberaner Ämtern.

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Wasser Bürokraten

In den Ostländern wurden die von den Kommunisten enteigneten Immobilien zumeist von den mit Kommunisten besetzten Behörden vereinnahmt und später gewinnbringend an Privateigner verkauft.

Dann baute man mit Aufbau Ost Geldern die bankrotte Infrastruktur neu auf, wie etwa Abwasser- und Trinkwasserleitungen. Vor über 10 Jahren bekamen die staatseigenen Immobilien neue Anschlüsse, lange bevor die meisten privat verkauft wurden.

Dabei verfielen die aus der DDR auf Ihren warmen Sesseln übernommenen Wasserbürokraten im Kreis Doberan auf die glorreiche Idee, von den Behördeneignern eine kleine oder gar keine Anschlussgebühr zu nehmen, um dann bei den Privatkäufern 10 Jahre später für die gleiche Sache noch einmal richtig zuzulangen.

Im folgenden ein Widerspruch für eins unserer Gebäude im mecklenburgischen Kreis Doberan:

Dem "Bescheid über die Erhebung des Beitrages für den Anschluss an die zentrale öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage" und "Bescheid über die Erhebung des Beitrages für den Anschluss an die zentrale öffentliche Trinkwasserbeseitigungsanlage" widerspreche ich hiermit.

Gründe:

1. Bei allen ähnlichen Forderungen für vier weitere Häuser im gleichen Kreis, stellte sich später heraus, dass Vorbesitzer bereits einmal für die gleiche Leistung, nämlich die Einrichtung von Trink- und Abwasseranschlüssen bezahlt hatten und die weitere Forderung nur eine Art Erhöhung gegen einen neuen Eigner für die gleiche Leistung war.

Um dies zu rechtfertigen, konstruierte der Zweckverband aus der Einrichtung von Trinkwasser- und Abwasseranschlüssen für die Nutzer ein über 18 Jahre !!! dauerndes sogenanntes "Projekt", nämlich den Aufbau der Infrastruktur, in dem er tatsächlich aber seine laufenden Kosten unterbringt.

Diese Argumentation ist jenseits jeden gesunden Menschenverstandes. Das ist wie wenn VW von den Käufern gebrauchter Golf Autos Nachforderungen verlangen würde, mit der Begründung, man habe die Fabrik noch nicht fertig gebaut gehabt, als der Neuwagenkäufer und Voreigner sein Auto in Empfang genommen habe.

Der Bescheid ist wörtlich betitelt: "Bescheid über die Erhebung des Beitrages ***für den Anschluss *** an die zentrale öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage", nicht eines Beitrages zur zentralen öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlage, sondern für den Anschluss.

Ich habe das Haus mit dem bestehenden Anschluss guten Glaubens aus Staatsbesitz gekauft und habe keine Gelegenheit erhalten, Wertadjustierungen für derartige staatliche Nachforderungen im Preis vorzunehmen.

(Mal abgesehen davon, dass unsere "besonders integre" Amtsleiterin Mazewitsch, die Verkäuferin des Gutshauses, solche Kosten sogar auf Nachfrage bei ihrer Mitarbeiterin verschwiegen hat, von denen sie durch den ersten Bescheid wusste.)

2. In diesem besonderen Fall behauptet der Zweckverband sogar, es sei überhaupt nichts vom Voreigner gezahlt worden, belegt dies aber nicht und begründet auch nicht, warum in diesem Fall anders verfahren worden und von den Vorbesitzern nichts gefordert oder nichts gezahlt worden sein sollte.

3. Die Geschossflächenzahl ist krass überhöht, weil die korrekte Nutzflächenzahl fast verdoppelt wurde.

Nachdem sich die Grundstücksfläche aus der Berechnungsformel des Zweckverbands herauskürzt, ergibt sich eine angesetzte Nutzfläche von 715.78 qm
Die tatsächliche Nutzfläche laut Gutachten ist 401.53qm.

4. Die Grundstücksgrösse kürzt sich heraus und wird nur verwendet, um die angesetzte Nutzflächenzahl in der Geschossflächenzahl gegenüber den Bürgern zu verstecken.

Allein der Rundungsfehler durch die überflüssige Verwendung der Grundstücksgrösse in der Formel und durch die Verwendung von nur 2 Kommastellen statt 4 in der Geschossflächenzahl, beläuft sich auf 15E zu meinem Nachteil.

5. Mündlich begründete der Zweckverband die Verwendung der überhöhten, in der Geschossflächenzahl versteckten Nutzflächengrösse damit, dass mehr Nutzflächen auf dem Grundstück theoretisch in Zukunft einmal erzeugt werden könnten.

Die angeblich erzeugbare zusätzliche Nutzfläche ist 1. nicht belegt worden, 2. bestreiten wir sie, und 3. sollte der Betrag dann erst erhoben werden, wenn die Nutzfläche erzeugt wird und ein Einkommen damit erzielt werden kann.

6. In diesem Fall ist klar, dass das Grundstück in absehbarer Zeit nicht weiter bebaut werden kann, denn die andere Hälfte wird durch eine DDR Beton Ruine blockiert.

Die Entfernung der Ruine würde prohibitive Kosten verursachen. Anders gerechnet: Man kann dort für 8E gutes Bauland neu erwerben. Die Forderungen des Zweckverbandes machen allein 3E pro qm für das Grundstück aus. Die Beseitigung der Betonruine würde ein Vielfaches von 5E pro qm der restlichen Grundstückshälfte kosten (>>6.7TE) und damit ist eine Bebauung ökonomisch unmöglich, solange nicht die Grundstückspreise extrem steigen.

Damit ist allerdings nicht zu rechnen, solange die aus der DDR übernommenen Beamten in den Behörden verbleiben und Mecklenburg dadurch weiterhin jährlich Tausende produktiver Bürger durch Abwanderung verliert. Da Beamten nicht entlassen werden können, ist also mindestens in den nächsten 10-20 Jahren eine Bebauung nicht abzusehen, weil die Grundstückswerte so sehr nicht zulegen können.

7. Insgesamt nimmt die beispiellose Kombination dieser grenzenlosen Forderungen mit Hilfe von allerlei abstrusen Argumentationen kriminellen Charakter an und zeigt überdeutlich eine immer noch bei weitem unzureichende demokratische Kontrolle der Behörden in den Ostländern auf.
27.10.07 22:04
 



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