3 Jahre Ärger von Mecklenburger Bürokraten
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 Das Weblog zum Fortgang der Schikanen von Doberaner Ämtern.

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Früher wars besser …

Ein anderer Gedanke, den ich oft höre, ist der, das einiges früher besser war, etwa Sicherheit von Versorgung mit oder ohne Leistung und das man das nur auf Kosten der 'reichen Besitzenden' bekommen habe. Denn Versorgung ohne Leistung muss natürlich irgendwo herkommen.

Den Urgedanken kann ich gut nachfühlen Kurz nach der Wende in Russland sagte mir in San Francisco ein sehr guter Freund aus Leningrad: 'Ich komme nicht nach Amerika für Freiheit, ich komme für die Möglichkeiten, die Chancen (Opportunity). In Russland habe ich die Freiheit zu arbeiten oder nicht zu arbeiten. Hier kann ich nicht überleben, wenn ich nicht arbeite.'

Was er meinte waren eben die Wahlmöglichkeiten, eigene besondere Fähigkeiten zum Geld verdienen einzusetzen und sich ein Flugzeug oder ein Boot zu kaufen, wenn man das möchte Überhaupt in ein anderes Land gehen zu können, wo es einem besser gefällt, wo man mehr aus seinem Leben machen kann. Das ist, was die Leute wollten, die Steine auf Panzer geworfen haben. Besitzende, die Steine schmeißen, hats glaube ich noch nie in der Geschichte gegeben.

Einen Leistungsträger, den man ausnimmt, der leistet dann nicht mehr und die Quelle versiegt. Damit verarmen alle und keiner leistet mehr. Dazu muss der riesenhafte Planungswasserkopf der zentralen Bürokraten mit bezahlt werden, die auch nichts produzieren, sondern nur behindern und kosten. Die Folge ist allgemeine Armut.

Nach dem Krieg hatte kaum jemand Besitz. Die mecklenburgischen Güter waren ungefähr soviel wert, wie nach dem dreißigjährigen Krieg, alles kaputt. Wer von den NICHT enteigneten Schleswig-Holsteinischen 'von' Gutsherren ist denn jetzt noch wirklich reich? Die sitzen meist noch auf 400 ha, der Rest ist nach und nach verkauft, und unter 1000 ha ist man als Landwirt heute sein eigener Knecht und sitzt selbst auf seinem Trecker. Eine landwirtschaftliche Bilanz sieht heute schlimmer aus, als die einer Fluggesellschaft: 5 Mio. Anlagevermögen, das 4 Wochen genutzt wird, auf eine Million Umsatz. Da haben Sie fixe Kapitalausgaben noch und nöcher und das Wetter als Risiko.

Die wirklich reichen Landbesitzer im Westen sind die Baron Fincks mit Wald, die zur Gründerzeit im Banking oder in der industriellen Revolution ihre Vermögen geschaffen haben. Und da gebe ich den Beschwerdeführern recht, das sollte sich nach 100 Jahren längst wieder verteilt haben, so wie das in Amerika ist, wo der immense Reichtum der Kennedys aus den späten 20ern, schon in der Hälfte der Zeit, in 50 Jahren, nur noch aus einem Hochhaus in Chicago bestand, in das sich 66 Erben teilten. Ich garantiere, die Enkel von Bill Gates sind später schon nur noch wohlhabend. Das Steuer- und Regulationssystem sollte daher kapitalistischer oder leistungsorientierter sein, nicht sozialistischer oder abstammungsorientierter.

Und so haben die Beschwerdeführer denn auch recht mit der mangelnden Freiheit unter Hartz IV. In den USA hat man in erster Linie einkommensabhängige Steuern. Wenn Sie kein Einkommen haben, sinken Ihre Lebenshaltungskosten also drastisch. So können sie eine Weile aus dem Ersparten oder aus der Kreditkarte leben, um etwas aufzubauen oder sich anders zu orientieren. I'm in between jobs, sagt man drüben. Sie haben mehr Möglichkeiten, eigenes Geld für gute Ideen einzusetzen, um etwas aus sich und ihren Ideen zu machen.

Deutschland besteuert dagegen völlig Einkommens- und Mittellose brutal: Benzin um Arbeit zu suchen? 300% Steuern. Kochen des täglichen Essens mit Strom? 75% Steuern. Tendenz stark steigend. Sonst irgendwelcher Bedarf zum Überleben? 19% Steuern. Jeder zahlt das. Sie haben Kinder und verbrauchen mehr? Klar werden Sie ein vielfaches höher auf diese Weise besteuert. Wundert sich jemand, dass die Leute keine Kinder kriegen? Ich nicht. Die Leute tun, wofür sie belohnt werden. Ohne dass Du nur einen einzigen Pfennig verdient hast, zahlst Du das alles nur weil Du essen und Dich bewegen musst. 20% auf alles ohne irgendeinen Gegenwert.

Wenn man also nichts verdient, muss man erstmal vom Staat diese unsozialen Steuern als 'Sozialleistungen' zurück bekommen, sonst landet man sofort in der Gosse. Man ist also abhängig vom Staat und muss machen, was einem die Bürokraten auftragen und gut finden. Gelegenheit selbst etwas einzusetzen und aufzubauen bekommt man so nicht.

Meist sitzen die wohl gefütterten Bürokraten in einer fernen Hauptstadt unter sehr umsorgten unrealistischen Umständen und haben deshalb einen sehr beschränkten Ideenhorizont, für den sie noch dazu kein eigenes Geld riskieren, es also egal ist, was etwas kostet und was dabei herauskommt. Es wird verschwendet. Was die gut finden, ist deshalb meist nicht gut, aber die Deutschen glauben sogar heute nach Führer und Generalsekretär noch an die Weisheit der Elitebürokraten eher als an ihren eigenen gesunden Menschenverstand in ihren eigenen Angelegenheiten.

Das Gegenteil der Mittellosen, diejenigen, die von altersher auf der Kohle sitzen und sie in Häusern oder Aktien haben, die gehen nach 10 bzw. zwei Jahren völlig steuerfrei aus. Deswegen mach ich das ja auch. Aber deswegen verteilt sich das dann auch nicht neu, wenn nach einem Genie in einer Familie nur noch Luschen auftauchen. Und wegen der Umverteilhemmnisse kann so manch ein Genie zudem kaum was aufbauen. Das ist der Ärger mit der zu Unrecht so gefürchteten Leistungsgesellschaft: Wenn man sie behindert, kommt man zur Abstammungsgesellschaft des alten Geldes, der 'vons' und Fürsten

Umso geringer die Besteuerung von Vermögenseinkünften ist, umso dementsprechend höher im Verhältnis muss dann die Besteuerung von Arbeit und Risiko sein. Und dann wundern die sich, dass hier keiner Lust zum Arbeiten oder unternehmerischen riskieren hat. Statt Anfangsgewinne in das eigene Unternehmen zu stecken, werden sie weggesteuert und wenn was schief läuft, ist man gleich platt, weil man keine Reserven hat. Da nehm ich als einfacher Mensch lieber das Hartz IV und mach, was die mir sagen, muss ich ja auch.

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Ich bin auch nicht richtig überzeugt von den 'garantierten' Arbeitsplätzen, die es früher gab, wie man mir sagt.

Hier muss sich manch ein Arbeitnehmer so schlecht behandeln lassen, so schlimm mobben lassen, das wär drüben nie möglich gewesen. Hier muss sich jeder Chef dreimal überlegen, ob er einen einstellen will, weil er ihn nicht wieder loswerden kann.

Ich bekam meinen ersten Job drüben, indem mein Chef sagte, ich kann mit so einem Studierten nichts anfangen, das ist nicht mein Geschäft, aber ich hab hier so ein Konzern Projekt, da versuchen wir das mal. Auf meine erste Präsentation bei Daimler Benz hin verhandelte er ein Anschlussprojekt für 200000 Dollar und erhöhte mir das Gehalt um 25%. Sonst wär ich draußen gewesen und hätte mir was anderes überlegt Jemand anders hätte mich auf der gleichen Basis genommen und nehmen können

Ich hätte später auch meine Leute nie so behandeln können drüben, wie das hier oft gang und gäbe ist; die wären morgen weg gewesen und beim nächsten Arbeitgeber, der sie besser behandelt.

Und seien wir mal ehrlich: Wer will denn noch mit 40-50 Jahren abhängig für einen Chef arbeiten, wo man das meiste besser kann als der Chef und sich das Geld, was der an einem verdienen muss, selbst in die Tasche stecken könnte. Von 9-5 Uhr zwangsläufig irgendwo sein müssen, Schlips tragen, etc., wer will das dann noch?

Abhängig arbeiten bringt nur etwas, solange man nicht weiß, was man tut, ein Risiko für sich selbst ist, etwas lernen muss und einen Chef braucht, der einem sagt, wie das geht. Wenn ich das selbst kann, dann mach ich das auch selbst.

Natürlich gibts Ausnahmen, wie Bürokraten, Soldaten und Pastoren, aber die können sich kaum irgendwo über mangelnde Arbeitsplatzsicherheit beklagen.
8.2.13 10:19
 



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