3 Jahre Ärger von Mecklenburger Bürokraten
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 Das Weblog zum Fortgang der Schikanen von Doberaner Ämtern.

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Kompetenzgefälle und mangelnde demokratische Kontrolle

Kompetenzgefälle zwischen Ost und Westbeamten und mangelnde demokratische Kontrolle

Nach 12 Jahren in den USA, 12 Jahren in Ostdeutschland und Aufwachsen in Westdeutschland, bin ich zu der Überzeugung gelangt: Sie finden beim Staat nur ENTWEDER Leute mit Fachkompetenz, Interesse und Engagement für ihre Sache ODER inkompetente Bürokraten mit 'Attitude', also überheblicher Einstellung gegenüber den Steuerzahlern, denen sie dienen sollen.

Bei den letzteren finden Sie nicht einmal Common Sense, wie wir das in Amerika nennen, also gesunden Menschenverstand, und das ist schlicht entsetzlich, wie ich in Mecklenburg erfahren durfte. Ich setze weit mehr auf gesunden Menschenverstand vor Ort als auf die Weisheiten von Elitebürokraten in einer fernen Hauptstadt, die zudem kein eigenes Geld riskieren, sondern IHR Geld aus UNSEREN Steuern.

Die fürchterlichen Erfahrungen in MV gehen übrigens NICHT, wie häufig im Westen, von den Denkmalschützern aus, sondern von den Verwaltungsbürokraten, die zudem nicht ausreichend demokratisch kontrolliert sind.

Die Denkmalschützer im Osten haben eine Baskenmütze auf, der eine hat einen Archäologie Studienabschluss, der nächste einen in Kunstgeschichte und die sagen Ihnen: Wissen Sie, wir sind ja froh, wenn wir hier mal einen finden, der uns unsere Denkmale schützen kann. Sie sind oft auch privat in ihrem Feld engagiert. Im Westen dagegen sind sie dem Vernehmen nach überwiegend Beamten, also wissen in der Sache oft nicht, was sie tun, sondern folgen blindlings dummen Vorschriften vom grünen Tisch.

Genauso verhält es sich offenbar mit den weitaus meisten Verwaltungsbeamten in Mecklenburg. Aber Verwaltungsbeamten, die nichts taugen, richten auf breiter Front Schaden in der Wirtschaft an, Denkmalschützer, die nichts taugen, nur bei den wenigen, die mit Baudenkmalen zu tun haben.

Die meisten Verwalter im Osten, obwohl das Land genau daran, an der Übermacht des Staates, pleite gegangen ist, haben nicht die geringste Ahnung, warum sie pleite gegangen sind. Der einzige Volkswirt, den sie oft kennen, ist Marx. Marx ist die Theorie, Murks ist die Praxis. Wegen ihrer Inkompetenz ziehen sie sich auf Vorschriften vom Zentralkomitee zurück, wie früher.

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Zur Inkompetenz kommt fehlende demokratische Kontrolle. Die Mazewitsch Verwalter setzen nicht etwa den Willen der Volksvertreter um, wie es sich gehört, sondern sie sind oft in den Gemeindeversammlungen zugegen, die sie nichts angehen, und schreiben den gewählten Gemeindevertretern vor, wie sie abzustimmen haben, da angeblich die Vorschriften anderer nicht gewählter Elitebürokraten in einer fernen Hauptstadt dies so bestimmen.

Das Problem wird verstärkt durch schwache Volksvertreter. Oft, wie bei uns, gibt es zwar ein wenig bauernschlaue, aber sonst etwas ältlich bis fast trottelige und im öffentlichen Interesse uninteressierte Altbürokraten als Bürgermeister, die sich ein ruhiges Altenteil sichern und dabei ihre eigenen privaten Pfründe bedienen.

Unser hat ein ganzes Dorf von der Außenwelt abgeschnitten und die Immobilienwerte der gesamten Wählerschaft dort ernsthaft dezimiert, indem er das Dorf von der Hauptausfallstraße trennte und ohne jeden Bahnübergang eine Regionalbimmelbahn dazwischen legte. Wenn man dorthin oder weg will, gibt's nach jeder Richtung fünf km Umweg bei steigenden Spritpreisen. Ah ja - einen Bahnhof hat das Dorf übrigens auch nicht. Sie müssen aufspringen und das geht bei den modernen Zügen nicht mehr.

Solche Vertreter sind durch Amtsleiter wie Mazewitsch leicht zu steuern. Ein guter Anfang wäre, sie aus den Gemeindeversammlungen vor die Tür zu setzen und sie anschließend in Befehlsform wissen zu lassen, was sie umzusetzen haben. Die Beurteilung, ob die Anweisungen rechtmäßig, zweckmäßig und angemessen sind, obliegt dabei dem Offizier des demokratischen Souveräns, nämlich dem gewählten Vertreter, nicht etwa dem Befehlsempfaenger.

Im Westen, im Hamburger Umfeld haben sie von solcher Politik eine Menge Nutzen. Ich habe dort sehr fitte Mieter aus dem Osten. Man treibt die guten Leute raus - dorthin. Die Einwohnerzahlen und Gewerbesteuereinnahmen wachsen dort beständig und sinken in MV. Was bleibt, sind im überproportionalen Anteil ältere Leute, alkoholsüchtige Männer, sehr junge Frauen, die vier Kinder von fünf Männern kriegen und den kompletten Unterhalt öffentlich beziehen. Denn insbesondere Leistungsträger wandern ab.

Auch ich habe meine letzten zwei Projekte wieder im Westen investiert, genau wie mindestens einer meiner Investorennachbarn und warte auf die Pensionierung von Mazewitsch und anderen alt Überkommenen aus ihren Seilschaften, auch in der Kreisverwaltung.

Hoffen wir im Westen auf Denkmalschützer, denen die Denkmale mehr am Herzen liegen als die Vorschriften. Und im Osten auf Verwalter, denen die Wirtschaft mehr am Herzen liegt als die Regulierung.

Vielleicht haben wir Glück und finden mal einen studierten Volkswirt als Bürgermeister dort oder jemanden, der in der DDR aus politischen Gründen im Gefängnis saß. Kurz: Jemand der wenigstens Kompetenz ODER die richtige Einstellung mitbringt.

Vielleicht ergibt sich ja mit dem anstehenden Wechsel des Bürgermeisters die Gelegenheit, die Verwaltung der Gemeinde Biendorf in die Hände des Amtes Doberan-Land zu legen und damit nicht nur die Probleme dieser Gemeinde zu lösen, sondern auch eine Art Kreisreform auf Ämterebene auszulösen, weil das Amt Mazewitsch damit vielleicht zu schwach und klein wird. Umstrukturierung ist auch ein Weg, verschanzte Demokratie feindliche Beamte loszuwerden.
8.2.13 10:33
 



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